Sprache zu Text
Mittlerweile kann man Sprache zu Text sehr leicht umwandeln. Mit der neuen Technologie können gute Softwareanwendungen Worte protokollieren, in der Art identisch des Diktats. Professionelle Programme können noch mehr. Das direkte Eingeben von Befehlen zum Öffnen, Schließen von Applikationen oder Schreiben einer E-Mail ist mit einem guten Sprachprogramm ausführbar. Durch diesen Zusatznutzen ist ein Sprachprogramm nicht rein für Personen geeignet, die nicht so flink beim Schreiben auf der Tastatur sind. Des Weiteren ist die Indienstnahme für Personen, die im Bereich der Hände/Finger gehandicapt sind, bei der Computernutzung durch ein zuverlässiges Softwaresystem um einiges leichter.
Bevor ein Brief von Sprache zu Text umgewandelt werden kann und die E-Mail an den Empfänger abgesendet werden kann, benötigen die Sprachprogramme eine gewisse Einarbeitungszeit. Bei zum Beispiel Dragon NaturallySpeaking
ist diese Phase aberrant kurz, wobei sichergestellt wird, dass das Sprachprogramm bei jedem weiteren Schriftwerk mitlernt. Zuerst wird die Software auf die Stimme eingestellt und auf die Diktierlautstärke. Dies mag unkonventionell klingen, aber jede Person spricht auf eine andere Weise. Die einen sprechen sehr laut, andere wiederum reden sehr schnell, auf all diese Nuancen achtet die Sprachsoftware und lernt auf diese Weise die Stimme und Diktierweise besser kennen, um Sprache zu Text besser verwandeln zu können. Das Programm merkt sich die Sprechweise und das benutzte Mikrofon in Profilen. Auf diese Weise können verschiedene Persönlichkeiten mit einem Programm arbeiten und es wird sichergestellt, dass Dragon jeden Redner versteht.
Nach einer sehr kurzen Lernphase kann mit dem Diktat gestartet werden, um Sprache in Text umzuwandeln. Zum Testen eignet sich ein Schreibprogramm, zum Beispiel Word oder OpenOffice. Hier kann am Anfang ungeniert diktiert werden, um sich mit den Gewohnheiten des Computerprogramms auseinanderzusetzen. Vereinzelt dauert es ein paar Sekunden, bis das Programm anspringt und die Sprache zu Text werden lässt. Daran gewöhnt man sich sehr schnell, denn es muss mit dem Diktieren nicht gewartet werden. Wer beruflich oder privat Diktate aufsetzt, kennt die eklatanten Unterschiede des sprachlichen Diktierens und des einfachen Niederschreibens. Bei einem Sprachprogramm, das rein die Sprache zu Text transformiert, ist es in der Tat elementar, die Satzzeichensetzung mit zu diktieren. Beim Selbstschreiben ist es erwartungsgemäß zu wissen, an welcher Stelle ein Komma oder ein Punkt platziert wird. Nichtsdestotrotz kann Dragon keine Gedanken lesen, ihm muss die Satzzeichen diktiert werden. Zum Beispiel: Hier kann am Anfang einfach drauf losdiktiert werden – Komma – um sich mit dem Programm auseinanderzusetzen – Punkt. Dies benötigt zu Beginn eine Eingewöhnungsphase, bis man beim Diktieren daran denkt, richtige Interpunktion anzuwenden. Spätestens beim Korrigieren des Textes fallen die Kommafehler auf. Dasselbe bezieht sich auch auf andere Zeichen wie Bindestriche, Ausrufezeichen, Anführungszeichen, etc. Was am Ende auf dem Papier stehen soll, muss diktiert werden. Denn es wird nur die Sprache zu Text umgewandelt, keine Gedanken.
Dabei liegt der Vorteil auch für Benutzer des 10-Finger-Systems daran, dass Dragon schneller tippt, als es mit den Fingern machbar ist. Man kennt es ja, man schreibt und schon ist ein Buchstabendreher vorhanden, bei Word wird dies Rot markiert und sofort fängt man automatisch an, das falsch geschriebene Wort auszubessern. Dadurch gerät man völlig aus dem Rhythmus und wird aus dem Konzept gebracht. Mit einem Spracherkennungsprogramm ist dies nicht der Fall, da man ganz einfach Sprache zu Text umwandeln kann. Sogar wenn man einen Fehler beim Diktieren macht, erkennt Dragon das Wort wird dieses auch korrekt niedergeschrieben. Und schon diese Zeitersparnis im Zusammenhang mit dem Gedanken schweifen lassen, ist ein großer Vorteil. Man diktiert, was man denkt, und ist dies falsch, diktiert man den Satz mit der richtigen Grammatik. Beim Verbessern ist der falsche Satz schnell gelöscht und so kann weiter geschrieben – oder eben diktiert werden.
Natürlich ist weder ein Spracherkennungsprogramm noch der menschliche Geist vollkommen. Fehler passieren immer ob beim Schreiben oder Diktieren. Mit Dragon können auch diese Fehler umgehend beseitigt und der gesamte Text ohne das Benutzen der Maus korrekturgelesen werden. So kann ein Wort, dass das Programm falsch geschrieben hat, richtig diktiert oder aus einer bereits vorhandenen Auswahl gewählt werden. Auch hier lernt das Programm und merkt sich, welches Wort in welcher Sprechweise gemeint ist. Die Rechtschreibung muss nicht korrigiert werden. Normalerweise wird die Sprache zu Text umgewandelt mit der aktuell geltenden Rechtschreibung, so kann man sich auf Dragon verlassen.
Ein Sprachprogramm wie Dragon schreibt natürlich nicht nur in einem Schreibprogramm die gesprochenen Worte nieder. Es ist in fast jedem Eingabefeld möglich, Dragon das Diktat ausführen zu lassen. Ob nun E-Mails oder Texteingabefelder auf Internetseiten wie Foren ist es möglich, sich mit der Spracherkennungssoftware auszudrücken und Sprache zu Text umzuwandeln.
Zudem ist es noch realisierbar, Befehle per Dragon am Computer auszuführen. Man möchte eine E-Mail schreiben und benötigt hierfür nicht mehr die Maus zum Aufklicken. Einfache Befehle wie das Öffnen des E-Mail-Programms, das Einfügen der Empfänger und auch Betreff und E-Mail-Inhalt können frei diktiert werden. Identisch verhält es sich mit den modernen Social Communitys wie Facebook und Twitter. Auch hier ist es erdenklich, mit einem Befehl den geschriebenen Text sofort auf einer der Plattformen zu veröffentlichen.
Die Befehle, die Dragon ausführt, gehen noch weiter als ein einfaches Diktat. So ist es ausführbar, dass das Internet durchsucht wird. Das Internet kann anhand des Befehls „Such im Internet nach Elektroniker in Hamburg“ die passenden Elektroniker in der gewählten Stadt finden. Kein Mausklick und kein Getippe, nur die Sprache zu Text werden lassen.
Dragon ist nicht perfekt und nicht vollkommen. Aber das Spracherkennungsprogramm lernt dazu. Neben den am Anfang erwähnten Eingewöhnungstest ist es möglich, Dragon weitere Trainingslehrgänge mit der eigenen Stimme durchführen zu lassen. Dies ist vorteilhaft bei Fachbegriffen und Eigennamen. Einmal gelernt weiß die Software, welches Wort gemeint ist. Dasselbe ist es mit den Befehlen, je öfter und genauer diese ausgeführt werden, desto präziser arbeitet das Spracherkennungsprogramm bei der Umwandlung von Sprache zu Text.
Bei den verschiedenen Dragon Ausführungen kann entschieden werden zwischen vier verschiedenen Versionen für den Windows PC und auch Mac User kommen in den Genuss Dragon Dictate auf ihrem Apple benutzen zu können. Bei den vier Windows Versionen handelt es sich um Dragon NaturallySpeaking Home
, die einfachste, für den normalen Gebrauch völlig ausreichendes Modell. Professioneller ist hier Dragon NaturallySpeaking Premium
, welches unter anderem auch mit Bluetooth Headsets verwendet werden kann und mit einem externen Diktiergerät kompatibel ist. So kann das eigene iPhone dank eines Apps zum allzeit bereiten Diktiergerät werden. Wer es noch professioneller möchte, greift zu Dragon Naturally Speaking Professional
. Hier wird auf die Zeitersparnis vorwiegend Wert gelegt, festgelegte Begriffe lassen Dokumente schnell formatieren oder auch das Automatisieren von Prozessen ist hier ausführbar. Juristen können zu der Legal Version greifen, hier ist Dragon auf den Berufsalltag ausgelegt und sorgt weiterhin mit nützlichen Features für eine hohe Zeitersparnis.
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